Verabschiedung von Pfarrer Powath und Pfarrer i.R. Hamaleser

Am Dreikönigstag wurden in Laimnau Pfarrer Powath und Pfarrer i.R. Hamaleser im Rahmen eines Vespergottesdienstes verabschiedet.

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In der Regel sind seit 18 Jahren am Dreikönigstag in Neukirch oder Laimnau ca. 50 Gläubige in der Kirche um mit dem Pastoralteam den Vespergottesdienst zu feiern. Doch an diesem Dreikönigstag sind trotz des Schneechaos viele Menschen zu diesem besonderen Vespergottesdienst in die Pfarrkirche Laim-nau gekommen. Den dieser stand im Zeichen des Abschieds von zwei beliebten Seelsorgern: Pfarrer i. R. Kurt Hamaleser und Pfarrer Sebastian Powath. Pfarrer Kurt Hamaleser hat sich zusammen mit seiner Pfarr-hausfrau Barbara Meißner entschieden nach Laufen am Neckar, wo er schon früher gewirkt hat, umzuziehen. Dort wohnt der Sohn von Frau Meißner, der die beiden im Alter unterstützen möchte. Pfarrer Sebastian wird zu Beginn der Fastenzeit seine neue Stelle als Pfarrvikar in der Seelsorgeeinheit Ravensburg Süd antreten. Neben dem Pastoralteam waren auch Pfarrer Schlichte und der Stellv. Dekan Scherer dabei. Der Vespergottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor Laimnau umrahmt. In Evangelium hörten wir von den Hl. Drei-königen, die dem Stern nach Bethlehem folgten. Pfarrer Hamaleser sagte in seiner Predigt über seinen Ab-schied: Er folge auch einem Stern, es falle ihm schwer, aber es sei die richtige Entscheidung. Auch wir seien eingeladen dem Stern zu folgen und öfter nach oben zu blicken. Seinen Ab-schied sollen wir als Aufbruch zu Neuem sehen. Im Anschluss gab es die Grußworte. Zuerst berichtet Pfarrer Hangst vom Wirken seiner bei-den Priesterkollegen im Argental. Der gemeinsame Weg mit Pfarrer Hamaleser hat schon vor Gründung der Seelsorgeeinheit Argental begonnen. Als die Pfarrstellen im Argental an ihn und an Pfarrer Macho im Jahr 2000 vom Bischof zugeteilt waren, hatten sie gehört, dass Pfarrer Hamaleser auf der Suche nach einem Ort war „wo er noch gebraucht wird“. So haben sie sich bei einer Begegnung auf der Liebfrauenhöhe in Ergenzingen näher kennengelernt und geprüft, ob eine Zusammenarbeit möglich ist. Das priesterliche Wirken von Pfarrer Hangst und Pfarrer Macho hat am 17.09.2000 im Argental begonnen und Pfarrer Hamaleser ist als Pensionär ins Argental, ins Pfarrhaus in Obereisenbach gezogen. Er hat zusammen mit Pfarrer i. R. Spren-ger die beiden jungen Priester unterstützt. Aus einem Pfarrer in Ruhe ist ein Pfarrer in Rufweite geworden. Für Pfarrer Hangst war er ein priesterlicher Freund und Wegbegleiter. Er bereicherte mit seinen Impulsen das Pastoralteam. So war auf seine Initiative Karl Rahner zur Glaubenswoche Gast im Argental. Für viele Menschen war Pfarrer Hamaleser ein gefragter Ratgeber und Seelsorger. Seine Predigten waren immer aktuell. Er war immer vorbereitet. Selbst zur Werktagsmesse gehörte ein kurzer Impuls zum Evangelium. Auch außer-halb der Seelsorgeeinheit war sein Wirken gefragt z.B. alle 14 Tage Gottesdienst im Krankenhaus Tettnang, Krankenbesuche, Gottesdienste in Tettnang und in der SE Meckenbeuren. Neben der Seelsorge hat er sich gesundheitlich fitgehalten,  z. B beim Schwimmen im Degersee verbrachte er viele Stunden. „Der längste Zeit-abschnitt deines priesterlichen Wirkens hast Du Kurt im schönen Argental verbracht“ so Pfarrer Hangst. 18 Jahre sind es geworden. So kann man sagen, die Zusammenarbeit hat gepasst. „Du warst ein würdiger Vertreter, wenn ich im Dekanat unterwegs war“ fand Pfarrer Hangst lobende Worte an Pfarrer Hamaleser ge-richtet. Der Dank an Barbara Meißner durfte nicht fehlen. „Sie waren um sein Wohl besorgt, damit er seinen Dienst tun konnte. Das haben wir auch gespürt als wir Pfarrer bei Ihnen zu Gast waren“ sagte Pfarrer Hangst. Zu Pfarrer Sebastian: Am 29.01.2010 ist er vom warmen Indien in das zu dieser Zeit verschneite Deutschland gekommen. Erste Station war in Rottenburg, dann das Argental. Am folgenden Sonntag hatte er zusammen mit Pfarrer Hangst die Hl. Messe in Wildpoltweiler gefeiert und durfte gleich den Blasiussegen erteilen. In seiner Zeit im Argental ist er vielen Menschen begegnet, die ihn unterstützt haben, die Kultur, Sprache, Mentalität zu lernen. Selbst ein Auto stand für ihn bereit. Pfarrer Hangst nannte dies als Beispiel „gelebter Integration“ In der Diözese sind mittlerweile 1/3 der Priester mit ausländischen Wurzeln tätig, was nicht alle Priester positiv sehen; selbst die Bischofskonferenz ist sich darüber nicht einig. „Mit Pfarrer Sebastian kam auch die Weltkirche ins Argental. Indische Mitbrüder und selbst der Bischof von Kerela waren bei uns zu Gast; das werden wir künftig vermissen.“ so Pfarrer Hangst. „Ein Blick in die Weltkirche tut uns immer wieder gut.“ So hat Pfarrer Sebastian auf die Situation in Deutschland immer wieder die Sichtweise von Indien ins Team eingebracht. Pfarrer Hangst nahm auch Bezug auf den im letzten Frühjahr überraschend verstorbenen Diakon Bernhard. Er war für Pfarrer Sebastian wie ein fürsorglicher Vater, der ihn in vielen Bereichen z. B. beim Tod seines Vaters unterstützte. Zu den Aufgaben von Pfarrer Sebastian gehörte auch die Jugendarbeit. So war er für die Ministranten zuständig. Auch hat er Pfarrer Hangst bei der Arbeit mit den KGRs unterstützt und wenn er im Dekanat unterwegs war. „My heart is full..“ hat Pfarrer Sebastian seine Dankeswort begonnen. In dieses hat er seinen priesterlichen Freund Pfarrer Hangst und viele Menschen eingeschlossen, einige davon hat er namentlich genannt. Sein Dank beendete er mit den irischen Segenswünschen und dem Wunsch, dass wir in Verbindung bleiben. Dem Dank schloss sich auch Pfarrer Hamaleser an und hob vorallem Pfarrer Hangst hervor sowie seine Nachbarn, die ihm die schwere Arbeit um das Pfarrhaus abgenommen haben. Das Grußwort für die Gesamtkirchengemeinde sprach Daniel Schmid in Vertretung für die 2. Vorsitzende Angelika Schuster. Beide Priester bekamen Geschenkkörbe mit kulinarischen Köstlichkeiten überreicht. Nach einem bewegenden Gottesdienst und Grußworten nahmen viele Gläubige beim Stehempfang im Gemeindehaus Laimnau die Gelegenheit wahr den beiden Seelsorgern persönlich „Ade“ zu sagen.