Investitur von Pfarrer Simon Hof

Text: Roswitha Bentele

Nach kurzer Zeit der Vakanz konnte die Seelsorgeeinheit am Sonntag Simon Hof als neuen leitenden Pfarrer begrüßen. Pünktlich zum gemeinsamen Einzug des neuen Pfarrers, den Dekans und den Konzelebranten mit Bürgerwehr, Spielmannszug, Musikverein Laimnau und den Fahnenabordnungen der Vereine aus den acht Gemeinden in die Kirche, hatte Petrus ein Einsehen und legte eine Regenpause ein. Eine vollbesetzte Kirche zeigte die Freude der Menschen auf den neuen Pfarrer. Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom Projektchor unter der Leitung der Gemeindereferentin Michaela Hertnagel und dem Musikverein Neukirch unter der Leitung von Thomas Ruffing. Dekan Herbinger eröffnet den für ihn ersten Investiturgottesdienst in seiner Amtszeit (seit Mitte 2018) als Dekan. „Die Zukunft liegt nicht in den einzelnen Pfarreien, sondern in der katholischen Kirche im Argental. Ein erster Schritt war die Bildung der Gesamtkirchengemeinde. Sein Vorgänger Pfarrer Hangst habe ein gut bestelltes Feld hinterlassen. Wie im Jahr 2000 zum Beginn der Seelsorgeeinheit mit Pfarrer Hangst und Pfarrer Macho sind nun wieder zwei junge Priester im Argental tätig, eher eine Seltenheit in der Diözese.“ so Dekan Herbinger. Er empfahl seinem Mitbruder „ganz nah bei den Menschen zu sein.“ Frau Schuster verlas das Ernennungsschreiben des Bischofs und Pfarrer Hof legte sein Dienstversprechen ab. Darauf folgte das Glaubensbekenntnis zu dem sich alle erhoben, als Zeichen, dass sie hinter ihrem neuen Pfarrer stehen. Herbinger übergab einen Schlüssel an Pfarrer Hof als Symbol für die Schlüsselgewalt über die Kirchen und geleitete ihn zum Priestersitz. Die gewählten Vorsitzenden der Pfarrgemeinden besiegelten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Pfarrer Hof durch Unterschrift auf den Protokollen. In kurzen Begrüßungsworten bedankte sich Pfarrer Hof für den überwältigenden Empfang „Endlich bin ich da“, so Pfarrer Hof in seiner Predigt. Er freue sich riesig auf seine neue Aufgabe und die Menschen kennenzulernen. Die Seelsorgeeinheit sei schon gut eingeführt, er werde sein Bestes geben, mit Freude im Glauben und Zuversicht an die Arbeit gehen. „Diese Freude auch zu zeigen ist wichtig und sollte auch spürbar sein, da wir ja immer wieder Eucharistie, Danksagung feiern. Danksagung sollen wir mit einem Lächeln tun,“ so Pfarrer Hof weiter. „Ich muss fast 5300 Namen lernen, ihr nur einen“. Er bat deshalb um Nachsicht, wenn er mal einen Namen vergesse. Beeindruckt und überzeugt von der Aufgabe, habe ihn vor allem ein Abend mit den Gewählten Vorsitzenden der acht Kirchengemeinden im Januar. Allen war die schwierige Situation bewusst. „Ich war beeindruckt von der Energie, der Leidenschaft und dem Feuer, das die Kirchengemeinderäte ausgestrahlt haben und bin seitdem überzeugt, dass die vor mir liegende Aufgabe machbar ist, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich weiß, dass es viele Menschen aus Ihren Reihen geben wird, die bereit sind mit anzupacken“ so Pfarrer Hof. Er bezog sich auch auf seinem Primizspruch „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, eine Haltung wie Menschen miteinander umgehen sollten. Bürgermeister Walter aus Tettnang eröffnet die Reihe der Grußworte, welche auf die Eucharistie-feier folgten. Er bot dem neuen Pfarrer eine offene und konstruktive Zusammenarbeit an. Bürgermeister Schnell aus Neukirch freute sich auf die Zusammenarbeit mit Pfarrer Hof. In Bezug auf die kommende Aufgabe des neuen Pfarrers schlug er einen Bogen zum Beginn seiner Amtszeit als junger Bürgermeister, in die er mit viel Respekt und Motivation gestartet sei. Neukircher Köstlichkeiten und Wein aus Kressbronn brachte er als Geschenk mit. Der evangelische Pfarrer Adt aus Kressbronn sprach für seine Gemeinde und seine Kollegen in Tettnang und bot Zusammenarbeit auf ökumenischer Ebene an. Als Geschenk hat er Köstlichkeiten für den Hund des neuen Pfarrerkollegen dabei. Fabian Maier von den Ministranten hoffte, dass ihm die Argentäler Luft bekomme und übergab einen Hopfenstock. Angelika Schuster schloss den Reigen der Grußworte „Es brennt wieder Licht im Pfarrhaus. Wir haben wieder einen leitenden Pfarrer.“ Im Namen aller begrüßte Sie Pfarrer Hof, der ins Argental gekommen ist, um mit viel Energie gemeinsam mit den Menschen die Herausforderung anzugehen. Sie erzählte von der ersten Begegnung mit Pfarrer Hof als er Anfang Januar ins Argental zum Gespräch gefahren ist. „Er wollte wegen des vielen Schnees umdrehen. Es habe sich gelohnt, dass er es nicht gemacht hat. Pfarrer Hof sei ein moderner Pfarrer, höre er doch HipHop. Das stehe für eine neue Zeit „Wir glauben, dass diese neue Zeit eine gute wird“ so Angelika Schuster. Zutaten und Rezepte für schwäbische Gerichte war das Geschenk der Seelsorgeeinheit. Hof bedankte sich bei allen. Er war tief bewegt, vom überwältigenden Ein-satz und der Freundlichkeit der Menschen. Er habe gebetet, dass ihm der Bischof das Argental zuteilen werde. Pfarrer Anand erzählte von seiner bisherigen Zeit im Argental. „Du bist hier in guten Händen, ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Dir und Michaela im Pastoralteam.“ Beim anschließenden Stehempfang vor und im Gemeindehaus musikalisch umrahmt vom Musikverein Neukirch, nutzten die Menschen die Gelegenheit zur ersten Begegnung mit dem neuen Pfarrer.

Hier einige Impressionen vom Investiturgottesdienst