Glaubenswegtour am 06.04.2019

Etwa 60-70 Gläubige pilgerten bei der 10. Tour um auf der ca. 12 km Wegstrecke.

Glaubenswegtour Gruppenbild
Glaubenswegtour 2019 Gruppenbild beim Glaubensstein am Spielplatz in Laimnau Bild: Roswitha Bentele

Unser früherer Diakon Bernhard, dessen Todestag sich in diesem Monat jährt, hatte vorgeplant und die Grundzüge des Weges als handgeschriebenes Schriftstück hinterlassen. Die Tour begann mit der Messe in der Pfarrkirche Laimnau. In seiner Begrüßung erinnerte Pfarrer Hangst an die Entstehung des Glaubenswegs. Im Evangelium hörten wir vom Abend des Ostertages, an dem die Jünger die Türe verschlossen hatten, da sie wegen den Ereignissen der vergangenen Tage resigniert hatten. Pfarrer Hangst nahm in seiner Predigt Bezug zur aktuellen Situation der von negativen Schlagzeilen geprägten Kirche. „Auf allen Ebenen der Kirche ist heute Verunsicherung wie bei den Jüngern damals.“ Er gab uns folgende Anregungen aus der Krise: „Auf Christus schauen, dem Frieden dienen, streiten ja, aber nicht andere dabei verletzen. Dafür tragen alle Christen Verantwortung nicht nur die Amtsträger.“ Unterwegs nahm Pfarrer Hangst immer wieder darauf Bezug.

Anlässlich der 1250 Jahr-Feier ging die Tour entlang der Argen. Mit unserem „Gepäck“ voll Freud und Leid starteten wir am Glaubensstein beim Pfarrhaus „Christus gestern, Christus heute, Christus in Ewigkeit.“ Unser Weg führte zum Wegkompass an der Argen, über Wellmutsweiler zum Elternhaus von Markus Schönfeld, bei dem sein Primizkreuz steht; dann weiter zum Arnoldsbrunnen über Bleichnau nach Hiltensweiler. Am Kindergarten machten wir Mittagspause. Weiter ging unser Weg nach Rattenweiler und über Apflau zurück Richtung Laimnau, zum Argental-Christophorus und zurück zum Ausgangspunkt.

Unterwegs machten wir Halt an vielen Kreuzen, welche Pfarrer Hangst in der Zeit seines priesterlichen Wirkens im Argental segnen durften und dachten über die Bedeutung des Kreuzes nach. An jeder Station hörten wir Impulse entweder vom Pastoralteam oder von Menschen aus den Pfarrgemeinde. „Es gibt Kreuze, die wir tragen müssen z. B. Krankheiten, aber auch selbstgemachte Kreuze,“ so Pfarrer Hangst. Er erzählte von einem Ort im Bodenseekreis, in dem ein aufgestelltes Kreuz die Nachbarn störte und deshalb wieder abgebaut werden musste.

Am Wegkompass, welcher auf Initiative von Franz Abler mit seinen Bürgerwehrkameraden errichtet wurde, waren wir eingeladen nachzudenken „Was ist mein persönlicher Kompass? Welchen Wegzeichen folge ich?“ Auch der eigene Glaubensschatz war ein Thema. Pfarrer Hangst ermutigte uns „Die Weitergabe des Glaubens ist wichtiger als strukturelle Debatte. Dazu brauche es Mut und Gemeinschaft.“ Auch über die Kreuzverehrung dachten wir nach. Dazu gehörte früher, dass Menschen im Vorbeigehen aus Ehrfurcht die Kopfbedeckung abnahmen. Pfarrer Hangst erinnerte uns „Christliche Symbole, die unser Land geprägt haben, werden heute vergessen oder in Frage gestellt.“

Als wir schon in Apflau waren, kündigten die Glocken der Laimnauer Kirche den kommenden Sonntag an. In einem Impuls ging es auch um die Glaubwürdigkeit als Christ. Beim Argental-Christophorus, welche auf Initiative von Franz Abler von den Traktorfreunde aufstellt wurde, hörten wir aus dem Leben von Christophorus, der Christusträger war, wie wir es auch sein sollen.

Pfarrer Hangst dankte allen für das Mitgehen und allen, die an den Stationen ihre Gedanken eingebracht haben. Wir stimmten ein in das „Großer Gott“ und empfingen den Segen. Frau Plath bedankte sich bei Pfarrer Hangst für die Vorbereitung. So hatten wir die Möglichkeit an einem sonnigen Frühlingstag in einer blühenden Landschaft in der Fastenzeit unterwegs zu sein und eine Zeit des Gebets und der Gemeinschaft zu pflegen. Auch wenn es die letzte Tour mit Pfarrer Hangst ist, so hoffte sie, dass wir nächstes Jahr wieder ein Stück des Glaubenswegs miteinander gehen können.